Ideenwettbewerb

Innovative Speicherlösungen in der Niederspannung

Aufruf zur Einreichung von Grobkonzepten 

Speicheranlagen können künftig eine zentrale Rolle bei der besseren Integration dezentraler Energieerzeugung und -verbräuche im Stromsystem spielen. Insbesondere auf der Niederspannungsebene sind neue Ansätze erforderlich, um die Flexibilität dezentraler Speicherlösungen so zu nutzen, dass sowohl marktliche als auch netzseitige Mehrwerte entstehen.

Jetzt mitmachen beim Ideenwettbewerb „Innovative Speicherlösungen in der Niederspannung“!

Gesucht werden praxistaugliche Ansätze zur gezielten Erschließung der Flexibilitätspotenziale stationärer, mobiler oder Plug-and-Play-Speicher, die markt- und/oder netzdienlich wirken. Neben der technischen Umsetzung soll aufgezeigt werden, welche innovativen Nutzungsmodelle nachhaltige Mehrwerte erzeugen und marktfähig skalierbar sind. 

Die Konzepte sind als Grobkonzepte bis zum 20. Februar 2026 einzureichen. Aus allen eingereichten Konzepten wählen wir bis zu fünf aus, die dann als Feinkonzepte ausgearbeitet werden. Für die Erstellung eines Feinkonzepts erhaltet ihr eine Vergütung von 20.000 Euro. Die Feinkonzepte dienen als Grundlage für die Entwicklung eines 12-monatigen Pilotprojekts, das anschließend im Rahmen eines europäischen Vergabeverfahrens öffentlich ausgeschrieben wird. 

Jetzt Grobkonzept einreichen!

Gesucht werden sowohl Konzepte für Einzellösungen als auch Ansätze, in denen unterschiedliche Speichertechnologien und Anwendungsmöglichkeiten für Markt und Netz kombiniert betrachtet werden.

Mögliche Anwendungen elektrischer Speicher:

Stationäre Speicher, E-Auto/mobile Speicher (bidirektional), Plug-and-Play Speicher (ggf. in Kombination mit PV-Balkonanlagen), etc.

Relevante Einsatzbereiche:

Wohnungen, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbliche Kleinanwendungen, Mieterstrommodelle, Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung, etc.

Mögliche Anwendungsfelder für die Erbringung markt- und netzdienlicher Flexibilität:

  • Bereitstellung von Flexibilität für Strommärkte über Direktvermarktung (z. B. Arbitrage-Trading) 

  • Beschaffungsoptimierung im Rahmen von dynamischen Stromtarifen und/oder Trading 

  • Optimierte Eigenverbrauchssteuerung und kombinierter Betrieb mit anderen steuerbaren Verbrauchseinheiten und/oder Erzeugungsanlagen 

  • Modelle zur Netzentgeltreduktion oder -befreiung 

  • Teilnahme an netzdienlichen Betriebsmodellen (z.B. zur gezielten Verschiebung von Last- und Einspeiseprofilen, zur Engpassvermeidung im Stromnetz, zur Bereitstellung von Systemdienstleistungen, dezentrale Netzbooster etc.) 

  • Integration in zukünftige (Flexibilitäts-)Märkte 

  • Etc. 

Bei der Beschreibung der Projektidee solltet ihr insbesondere darstellen: 

  • Beschreibung des Anwendungsfalls und dessen Umsetzung, 

  • Beitrag zur Markt- und/oder Netzdienlichkeit und potentielle Mehrwerte, 

  • wirtschaftliche Anreize und Erlösoptionen, 

  • technische Ausgestaltung sowie die für die Umsetzung erforderlichen Anforderungen an die Mess-, Steuer- und Kommunikationsstrukturen (z. B. iMSys, (H)EMS, VPP),

  • relevante regulatorische Vorgaben (z. B. MiSpeL: Pauschal- und Abgrenzungsoption, Netzentgeltregelungen nach § 118 (6) EnWG; Modul 3 des § 14a EnWG). 

FAQ

Die Grobkonzepte sollen einen Praxisbezug haben und kurzfristig in die Umsetzung gehen können. Für die Abgabe des Grobkonzeptes stellen wir ein Formular mit relevanten Fragestellungen auf der Webseite bereit (s. oben Jetzt Grobkonzept einreichen!).

Für die Einreichung der Grobkonzepte sollten alle verpflichtenden Fragen in dem auf der Webseite aufgeführten Formular beantwortet sein. 

Die Grobkonzepte sollten verständlich und nachvollziehbar formuliert sein und folgende Inhalte umfassen: 

  • Hintergrund und Ziele der Projektidee 

  • Beschreibung der Projektidee (Darstellung des Anwendungsfalls, technische Ausgestaltung, für die Umsetzung erforderliche Anforderungen, Beitrag zur Markt- und Netzdienlichkeit sowie potentieller weiterer Mehrwerte, etc.) 

  • Innovationsgrad 

  • Realisierbarkeit (Laufzeit- und Aufwandeinschätzung) 

Der Ideenwettbewerb richtet sich insbesondere an Start-ups, innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Energieunternehmen, Netzbetreiber sowie interdisziplinäre Projektteams.

Bis einschließlich Freitag, den 20. Februar 2026 [23:58 Uhr].

Das Grobkonzept muss als PDF mit der Betreffzeile „Ideenwettbewerb 2026 – Innovative Speicherlösungen in der Niederspannung“ per E-Mail an gregor.weber@dena.de gesendet werden, um am Ideenwettbewerb teilnehmen zu können.  Bitte die Zustimmung zu den Teilnahme- und Nutzungsbedingungen im PDF nicht vergessen.

Als Name können Firmennamen oder Namen der Autorinnen und Autoren angegeben werden. Bei relevanter Änderung des Grobkonzeptes innerhalb der Frist ist es möglich eine Version 2 einzureichen – wir bitten darum von dieser Maßnahme nur in dringenden Fällen, wie Änderungen bei Kontaktdaten etc. Gebrauch zu machen. 

Das Formular des Grobkonzepts inklusive der Teilnahme- und Nutzungserklärung steht oben als auch hier zur Verfügung. 

Die Auswahl der Grobkonzepte erfolgt anhand der Kriterien: Passfähigkeit zum Themenbereich (10%), Innovationsgehalt (20%), fachliche Qualität und Nachvollziehbarkeit (40%), Beitrag zur Energiewende (20%), Machbarkeit und Umsetzbarkeit für eine Pilotierung (10%).

Anfang März 2026 werden bis zu fünf Grobkonzepte ausgewählt. Die ausgewählten Konzepte werden weiter ausgearbeitet und in Feinkonzepte überführt. Die Erstellung der Feinkonzepte wird jeweils mit 20.000 Euro vergütet. Für die Erstellung der Feinkonzepte erfolgt ein gesonderter Vertrag.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Für die Erstellung der Feinkonzepte werden die ausgewählten Grobkonzepte weiter ausgearbeitet, die Inhalte detailliert beschrieben und mit weiteren Informationen (z.B. Erläuterungen, Skizzen zur technischen Umsetzung, Beschreibung notwendiger Akteure und Rollen für die Umsetzung) angereichert. Der Umfang des Feinkonzeptes beträgt ca. 20-30 Seiten. Vor Erstellung des Feinkonzeptes erfolgt eine Absprache mit der dena zu den genauen Inhalten und zur Gliederung.

Das Feinkonzept wird an die dena übergeben und im Rahmen eines ca. 1-stündigen Termins dena Mitarbeitenden und ggf. Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vorgestellt.

Die Grobkonzepte werden vertraulich behandelt und nur von Mitarbeitenden der dena gelesen. Das geistige Eigentum bleibt bei den Autorinnen und Autoren. Die dena erhält lediglich ein eingeschränktes Nutzungsrecht zum Zwecke der Feinkonzeptauswahl. 

Die Feinkonzepte dienen der dena als thematischer Input und fachliche Grundlage für weitere inhaltliche Arbeiten wie z.B. für die Konzeption von Pilotprojekten oder möglichen Studienvorhaben. Sollte eine Pilotierung oder ein Vorhaben auf Basis eines Feinkonzeptes entstehen, so wird das Feinkonzept (oder Teile daraus) ggf. im Rahmen der Ausschreibung der öffentlichen Vergabe mitveröffentlicht.

Die Teilnehmenden werden voraussichtlich Anfang März 2026 per E-Mail informiert, ob sie unter den fünf Einreichungen sind, die für die Feinkonzeptionierung vorgesehen sind.  

Auch die Teilnehmenden, deren Ideen nicht ausgewählt wurden, erhalten eine entsprechende Benachrichtigung von uns, sobald die Auswahl final ist.

Diese FAQ werden nach Bedarf aktualisiert, wenn uns Fragen erreichen, die von allgemeinem Interesse für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten sind.   

Die Datenschutzerklärung der dena ist unter folgende Adresse abrufbar: https://www.dena.de/datenschutz/  

Gregor Weber

Seniorexperte Start-up-Ökosystem

Portraitfoto Gregor Weber dena SET Hub
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